Tagung 2018

IT-Sicherheitstag Sachsen 2018

Bei der Digitalisierung der Verwaltung ist Tempo gefordert – zu Recht. Doch die zunehmende digitale Abwicklung von internen Prozessen sowie Verwaltungsdienstleistungen geht auch mit einer vergrößerten Angriffsfläche für Cyber-Kriminelle einher. Sicherheit ist daher ein entscheidender Faktor für einen erfolgreichen digitalen Staat.

Den ersten IT-Sicherheitstag Sachsen am 14. Juni 2018 eröffnete Prof. Günther Schneider, Staatssekretär im sächsischen Staatsministerium des Innern, denn auch mit dem klaren Bekenntnis: “Mit der Pflicht des Bürgers persönliche Daten mitzuteilen, geht auch die Verpflichtung der öffentlichen Verwaltung einher, diese Daten zu schützen.”

In ihrer gemeinsamen Veranstaltung im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden widmeten sich der Behörden Spiegel und das sächsische Staatsministerium des Innern den drängenden Fragen zur Informationssicherheit. Unter Beteiligung von Experten und interessierten Teilnehmern aus Land, Kommunen und Unternehmen wurden die Maßnahmen des Freistaats zur Erhöhung der Resilienz des Verwaltungsnetzes und zur Bekämpfung von Cyber-Kriminalität präsentiert. Im gemeinsamen Austausch wurden Impulse für engere Vernetzung und Kooperation der einschlägigen Akteure im Bereich der Informationssicherheit gesetzt. “Vor allem Bund und Länder müssen die Zusammenarbeit ihrer Sicherheitsbehörden intensivieren”, regte auch Schneider an.

Dabei ist es mit Maßnahmen zur Cyber-Abwehr nicht getan, wie in den Gesprächen deutlich wurde. Ein professionelles Management von Informationssicherheit muss alle Schritte von der frühen Planung über die Entwicklung bzw. Beschaffung von Lösungen bis hin zum Einsatz in der Fachabteilung umfassen. Ein weiterer Schwerpunkt des IT-Sicherheitstags Sachsen 2018 lag auf der Gestaltung wirksamer Sensibilisierungsangebote. Denn im Freistaat hat sich schon früh das Bewusstsein eingestellt, dass IT-Sicherheit keine Aufgabe nur der IT-Abteilung sein kann, sondern alle Mitarbeiter einer Institution betrifft.